Krankheiten schnell erkennen

Sorgfältige Betreuung allein reicht nicht aus, um Krankheiten zu verhindern. So können die verschiedenen, manchmal mikroskopisch kleinen Parasiten praktisch jederzeit eingeschleppt werden. Liegt ein Befall mit Parasiten vor, kann man vielfach selbst die notwendigen Behandlungen durchführen.

Bei anderen Erkrankungen oder bei Verletzungen hingegen sollte man besser möglichst rasch einen fachkundigen Tierarzt aufsuchen. Erste Anzeichen sind geringer Appetit, Mattigkeit, Schläfrigkeit, in der Form veränderter Kot.

Ein auch sehr gutes erkennbares Zeichen ist, wenn der Vogel sich dick aufplustert und lustlos auf der Stange sitzt.

 

Hier ist eine gute Internetseite wo über Krankheiten berichtet wird:

Birds-online.de

 

 

 



Symptome

Mögliche Ursachen, bei denen Sie selbst helfen können

Alarmzeichen, wenn diese
Symtome, hinzukommen

Mögliche Diagnose

Starkes Hornwachstum an Schabel und Krallen

Schnabeldeformation

Krallendeformation

keine Futteraufnahme, Risse und Spalten, Schnabel wird weich kann nicht mehr greifen Fehlstellung
Mangelsituation
Hormonstörung
Schnabelräude
PBFD sofort zum Tierarzt!

Juckreiz an der Nase

Verstopfung der Nasenöffnung Atemnot, zusätzlich verklebte Augen Schnupfen
Vitamin-A-Mangel
Vergiftung sofort zum Tierarzt!
Pilz
gefährliche Infektion sofort zum Tierarzt!

Juckreiz am Auge

Reizung des Auges oder der Augenlider Rötung, Schwellung der Augenlider, verklebte Augenränder, Fremdkörper, grtrübtes Auge Augenentzündung
Vitamin-A-Mangel
Verletzung
Fremdkörper sofort zum Tierarzt!
schwere Infektionskrankheit sofort zum Tierarzt!

Juckreiz am Ohr

Ohrenausfluß Rötungen, Wucherungen, Gleichgewichtsstörungen Räudemilben
Turmor sofort zum Tierarzt!
Erkrankung des Innenohres sofort zum Tierarzt!

Juckreiz am Federkleid

Parasitenbefall, Ekzeme, Pilzbefall federlose Hautstellen, rötende, aufgekratzte Stellen Milben, Haarlinge sofort zum Tierarzt!
Pilz
Ekzeme
Mangelerkrankung sofort zum Tierarzt!

Juckreiz an den Füßen

Hyperkeratose trocken-borkige Auflagerung, Beine schwellen an Stoffwechselstörung sofort zum Tierarzt!
Parasiten sofort zum Tierarzt!

Verdickung der Haut

Prellung, Verletzung stark durchblutet, borkig, Wucherungen, wird bepickt Bluterguß
Xanthmatose sofort zum Tierarzt!
Pocken sofort zum Tierarzt!
Federbalgzyste sofort zum Tierarzt!
Tumor sofort zum Tierarzt!

Federn benagen

Federkiele platzen nicht auf Langeweile, Einsamkeit Blutungen kahle Stellen Federwachstumsstörung Federrupfer

Blutungen

Verletzung Störung des Allgemeinbefindens anormale Bein- oder Flügelstellung Anämie sofort zum Tierarzt! offene Fraktur sofort zum Tierarzt!

Bewegungs-störungen

Verletzung am Fuß, Flügel

Bruch

Störung des allgemeinbefindens anormale Bein- oder Flügelstellung Mangel an Vitamin B und E sofort
Rachitis sofort zum Tierarzt!
Gelenkentzündung
Gicht
Fußballengeschür sofort zum Tierarzt! Distorsion, Luxation, Fraktur sofort zum Tierarzt!
Infektionen sofort zum Tierarzt!
Vergiftung; Tumor sofort zum Tierarzt!
Nerven- oder Gehinschäden sofort zum Tierarzt!
Flügelbruch oder Beinbruch

Atemnot/
nießen

Schnupfen aufgesperrter Schnabel, jappt nach Luft, steckt den Hals, angestrengtes Atem, sitzt aufgeplustert Bei allen sofort zum Tierarzt!
gefährliche Infektion mit Viren, Bakterien, Pilzen Luftsackentzündung Fremdkörper Luftröhrenwürmer Jodmangel Herzerkrankung Blutmangel

frißt nicht

ungeeignetes Futter, Futter schmeckt nicht Störung des Allgemeinbefindens, Erbrechen, Durchfall Leberschädigung sofort zum Tierarzt! Magen-Darmschädigung durch verdorbenes Futter sofort zum Tierarzt! Entzündung von Rachen und Kropf Entzündung von Magen-Darm, Leber, Nieren sofort zum Tierarzt!
Fremdkörper sofort zum Tierarzt! Kropfverstopfung

trinkt nicht

Tränke entspricht nicht dem Geschmack, ist verunreinigt sitzt aufgeplustert, Durchfall Entzündung von Rachen und Kropf Magen-Darmentzündung sofort zum Tierarzt!

Erbrechen

fehlgeleiteter Fütterungstrieb, verdorbenes Futter; Infektionskrankheit sitzt aufgeplustert, apathisch, Durchfall fehlender Partner
Schleimhautreizung im Kropf
Entzündung von Magen, Darm oder Leber sofort zum Tierarzt!

Durchfall

verdorbenes Futter Störung des allgemeinbefindens, Vogel trinkt nicht, Durchfall dauert länger als einen Tag

Kotdiagnose

Entzündung von Magen, Darm, Leber oder Niere sofort zum Tierarzt! Endoparasiten Infektionskrankheit sofort zum Tierarzt!

vermehrter Harnabsatz

-- Störung des allgemeinbefindens Harn wird überhaupt nicht mehr ausgeschieden Nierenentzündung, Polyurie sofort zum Tierarzt!
Niereninsuffizienz sofort zum Tierarzt!

Presse, Unruhe

erstmaliges Eierlegen Legenot, Ei kann nicht abgelegt werden

Anschwellung des Leibes, Störung des Allgemeinbefindens, Atemnot

schwere Legenot, Schockgefahr sofort zum Tierarzt!

Eileiterentzündung

Geschwülste sofort zum Tierarzt!



Veränderungen am Schnabel

Krankheitsbild

Der Schnabel ist deformiert. Besonders bei älteren Vögeln beginnt plötzlich der Oberschnabel sehr stark zu wachsen und es verändert sich oft die Hornfärbung und wird brüchig. Es kann auch passieren, dass die untere Schnabelhälfte wächst. Dann entstehen Gebilde ähnlich denen eines Kreuzschnabels. Um den Schnabelwinkel können manchmal vermehrt Hornhautbildung oder Geschwülste auftreten.
Verletzung am Schnabel. Wenn Risse und Spalten im Schnabel sichtbar sind, und diese sehr tief gehn, kann es zu gefährlichen Blutungen kommt. Es kann vorkommen, dass eine Schnabelhälfte weggerissen ist.
Schnabelteile brechen ab, das Horn des Schnabels ist spröde. Wenn man nichts unternimmt, kann der Schnabel bis zum Ansatz abbrechen und sich vollständig ablösen.
Plötzliche Fehlstellung des Oberschnabels. Er verweigert die Futteraufnahme. Er kann mit dem Schnabel nicht mehr greifen.

Selbstmaßnahmen

Der Schnabel muss regelmäßig gekürzt werden.
Das Kürzen eines Schnabels laßt euch beim ersten Mal am besten vom Tierarzt zeigen.

WICHTIG: Die Arbeit am Schnabel muss sehr vorsichtig ausgeführt werden. Vögel haben sehr empfindliche Nerven und Blutgefäße die nicht verletzt werden sollten. Das Kürzen mit einer Zange ist nicht zu empfehlen da der Schnabel splittern kann. Hornhautzubildungen im Bereich der Schnabelwinkel können vorsichtig mit Jodglycerin 1:5 gelöst und entfernt werden. Wieder holt das mehrere Tage lang.
Blutungen müssen mit Eisenchlorid gestoppt werden.
Der Vogel erhält dann Weichfutter und zusätzliche Vitamingaben bis er wieder fit ist.
Die spröden Teile des Horns müssen vorsichtig entfernt werden. Am besten mit einer Feinbohrmaschine. Danach den Schnabel und den Ansatz mit Jodglycerin 1:5 bestreichen. Den Vogel viel Frischkost, Vitamine und Mineralien zufügen.
Bitte keine Selbstmaßnahmen durchführen, zu einem Tierarzt bringen.

Verletzung/Mangelerscheinungen

Krankheitsbild

Unterhalb des Auges, am unteren Augenlid können sich Abszessebilden. Die Haut wölbt sich deutlich vor. Der Vogel ist dabei munter.
Die Hornhaut, Tränendrüsen, Tränennasengänge und Bindehäute trocknen aus. Dadurch droht die Gefahr einer erheblichen Hornhautschädigung.
Das dritte (innere) Augenlid ist vorgefallen. Es ist geschwollen und gerötet. Das Auge tränt, der Vogel versucht, daran zu kratzen und zu reiben. WICHTIG: Die meisten Augenerkrankungen treten als Begleiterscheinungen anderer Erkrankungen auf, wie Infektionen, Mangelsituationen und Verletzungen.

Selbstmaßnahmen

Bestreicht den Abszess mit Traumeel-Salbe. Bringt dabei keine Salbe ins Auge - sie brennt anfangs.
Gebt über 2 Wochen erhöhte Gaben eines guten Multivitaminpräparates mit hohem Vitamin-A-Gehalt.
Versucht, den Fremdkörper vorsichtig zu entfernen.

Schnabelräude

Krankheitsbild

Grauweiße, poröse, schwammähnliche Wucherungen ziehen sich über Schnabelansatz, Nase und Augenbereich. Auffällig sind unzählige, winzige Bohrlöcher, die der Erkrankung die Bezeichnung Schnabelschwamm gegeben haben. Auch die Ständer, Füße und die Kloake können mit kalkigen porösen Massen bedeckt sein. In weit fortgeschrittenen, schweren Fällen können sich diese krustigen Auflagerungen über den ganzen Körper ziehen.

Sie lassen sich leicht entfernen.

Die Haut ist verdickt und die von den Grabmilben gefressenen Gänge sind deutlich zu erkennen. Die Vögel jucken und scheuern sich, reißen sich Federn aus und fügen sich mit dem Schnabel selbst Verletzungen zu. An befallenen Hautbezirken sind die Federn meist verschwunden. Am Schnabel bleiben oft Deformationen zurück.

Selbstmaßnahmen

Die Auflagerungen auf der Haut werden mit Glycerin aufgeweicht und vorsichtig entfernt. Dann folgt eine tägliche gründliche Sprühbehandlung mit Exner Petguard über 1 bis 2 Wochen. Das Mittel kann auch aufgetupft werden. WICHTIG ist eine völlig Durchnässung der betroffenen Bereiche. Geben Sie außerdem unterstützend ein gutes Multivitaminpräparat mit ausreichendem Vitamin-A-Anteil über das Trinkwasser.

Verschluß der Nasenlöcher

Krankheitsbild

Ausgehend von der Nasenwachshaut entstehen bräunliche Hornwucherungen, die so groß werden können, dass sie über die Nasenlöcher wachsen und die Atmung behindern.

Grauweiße Wucherungen überdecken die Nasenlöcher und drohen sie zu verstopfen

Die Nasenöffnungen sind durch Sekrete und Keratin verklebt. Manchmal werden die Ausscheidungen so hart, dass sie die Nasenlöcher vollständig verstopfen; weitere Ausscheidungen können nicht mehr abfließen. Um die Sekrete loszuwerden, schütteln manche Vögel den Kopf, reiben die Nase ständig an den Käfigstangen oder bohren mit den Zehennägeln in den Nasenöffnungen. Im fortgeschrittenen Stadium sind oft die Augen mit betroffen. Manchmal treten auch vor bzw. unterhalb der Augen deutliche Schwellungen auf. Ist die Nase durch feuchte Sekrete verstopft, so ist ein brodelndes Atemgeräusch zu hören. Bei einer Verlegung durch trockene, harte Massen gibt es bei jedem Atemzug knackende oder pfeifende Geräusche. Schreitet der Prozess fort, kann es zum Gewebezerfall kommen.

Selbstmaßnahmen

und B. Die Hornschichten werden vorsichtig mit einem stumpfen Instrument abgetragen. Gut eignen sich z.B. Instrumente aus der Maniküre, wie man sie zum Zurückschieben der Nagelhaut benutzt. Anschließend werden die Stellen und ihre Umgebung 1 Woche lang (Fall A) bzw. 2 Wochen lang (Fall B) täglich mit Jodglycerin 1:5 nachbehandelt.

Im Fall B kann die Prozedur anschließend zur Vorbeugung noch einige Zeit 1mal wöchentlich wiederholt werden.

Versuchen Sie, die Verklebungen und Verstopfungen der Nasenlöscher mit physiologischer Kochsalzlösung zu lösen und dann vorsichtig zu entfernen. Das Spülen der Nasenöffnungen mit physiologischer Kochsalzlösung wird von den Patienten meist dankbar angenommen. Ein Tropfen auf jedes Nasenloch reicht bei kleineren Vögeln völlig aus.
Bewährt hat sich auch das Einsprühen mit Euphorbium compositum Nasentropfen. Der Dosiersprühkopf wird dabei eng an das jeweilige Nasenloch gehalten. Bei ganz kleinen Vögeln kann auch ohne Schaden der gesamte Schnabel mit Augen eingesprüht werden.
Die Therapie wird solange fortgesetzt, bis die Nase völlig frei ist.

 

WICHTIG: Wenn sich harte Massen im Naseninneren auch nach mehreren Tagen Spülen nicht lösen, müssen sie vom Tierarzt operativ entfernt werden. Da hier starke Blutungen auftreten können, ist dringend davon abzuraten, dies selbst zu versuchen. Das gleiche gilt für die Entfernung von Fremdkörpern aus dem Naseninneren.

Erkrankungen der unteren Luftwege

Krankheitsbild

Fast alle Erkrankungen im Bereich der unteren Luftwege (Luftröhre, Bronchien, Lungen und Luftsäcke) gehen mit Atemnot einher. Durch angestrengtes Heben und Senken des Brustkorbes versucht der Vogel Luft zu bekommen. Bei jedem Atemzug wippt der Schwanz auffallend auf und nieder In schweren Fällen, z.B. bei einer Lungenentzündung, Jappt der Patient mit aufgesperrtem Schnabel nach Luft, hat ein aufgeplustertes Gefieder und manchmal Gleichgewichtsstörungen (er schwankt im Sitzen), verweigert die Nahrung, erbricht und nimmt ab. Welche Erkrankung genau vorliegt, ist schwer zu unterscheiden.

Selbstmaßnahmen

Bringen Sie den erkrankten Vogel an einen warmen, zugfreien und ruhigen Ort. Reinigen Sie seine Umgebung sorgfältig. Bei Jodmangel fügen Sie dem Trinkwasser Jod zu (1 Tropfen Jodtinktur auf 25 bis 30 mit Wasser).

 

WICHTIG: Maßnahmen zur Untersuchung oder Behandlung müssen äußerst ruhig und vorsichtig erfolgen. Vor allem kranke kleine Singvögel können durch die Aufregung, gefangen und in die Hand genommen zu werden, einen Schock erleiden und sterben.

Vitaminmangel-Krankheiten

Mangel an

hat zur Folge

Vitamin A fehlende Widerstandskraft des Organismus gegen Infektionen Erkrankungen der oberen Luftwege, der Nieren, Knochenwachstumsstörungen, Hyperkeratose Federverfärbungen, Augenveränderungen, Bewegungsstörungen, Brutprobleme
Vitamin D3 Störung des Kalzium-Phosphor-Haushaltes, unzureichende Verkalkung der Knochen: Rachitis, Osteomalazie, weiche Schnäbel, Lähmungs-erscheinungen, dünnschalige Eier
Vitamin E zentralnervöse Störungen, Bewegungsstörungen, Leberschäden, Unfruchtbarkeit
Vitamin B Bewegungsstörungen, Krämpfe, Lähmungen und Wachstumsverzögerung, gedrehte Zehen, geschwollene Füße, Fettleber, schlechter Schlupf
Vitamin K verringerte Blutgerinnungsfähigkeit

Augenentzündung - Räude- und Pilzinfektionen

Krankheitsbild

Die Augen werden von grauen, bröckeligen Belägen so überwuchert, dass sie kaum mehr geöffnet werden können. Auch die Umgebung des Auges ist immer stark mit betroffen.

Selbstmaßnahmen

Die Haut rund ums Auge wird vorsichtig 1mal am Tag mit Hilfe eines Wattestäbchens mit Jodglycerin 1:5 bestrichen. Diese Behandlung sollten Sie solange fortsetzen, bis die Veränderungen verschwunden sind.

 

WICHTIG: Die Lösung darf nicht in das Auge selbst glangen!

Augenentzündung - Bindehaut- und Lidentzündung

Krankheitsbild

Die Augenlider und die Bindehaut sind gerötet und geschwollen, der Lidspalt ist oft geschlossen Der Vogel kratzt sich mit den Zehen an den Augen Manchmal versucht er durch Reiben der Augen an den Stangen den Juckreiz zu beseitigen Die Lidränder sind stark verschmiert, die Federn um die Augen verklebt.

Selbstmaßnahmen

Da Augenentzündungen bei Vögeln fast immer auf eine schwerwiegende Erkrankung hinweisen, sollten Sie sofort mit Ihrem Tier zum Tierarzt gehen.

 

WICHTIG: Beim geringsten Verdacht auf Ornithose oder Psittakose (Papageienkrankheit) muss der Vogel unbedingt sofort dem Tierarzt vorgestellt werden Es besteht erhebliche Ansteckungsgefahr für den Menschen.

Ohrenerkrankungen - Räudemilben

Krankheitsbild

Der Gehörgang ist freigelegt. Daraus kann sich ein schmieriges Sekret entleeren.
Polypenartige Wucherungen wachsen aus dem Gehörgang
Der Vogel zeigt Gleichgewichtsstörungen, er kann sogar von der Stange fallen

Selbstmaßnahmen

Ein mehrmaliges vorsichtiges Spülen mit Traumeel durch Einträufeln ist meist erfolgreich. Zusätzlich kann mit Exner Petguard gespült und das äußere Ohr damit benetzt werden.
Die Wucherungen müssen von einem Tierarzt chirurgisch entfernt werden.
Heilende Wirkung zeigt manchmal eine Spülung des Gehörganges mit unverdünnter Arnica-Tinktur.

Pilzerkrankungen der Haut

Krankheitsbild

Auf der Haut sind runde, abgegrenzte schuppige Bezirke zu sehen, die Veränderungen erscheinen flächig. Die Haut in der Umgebung ist intakt Der Randbezirk sieht bräunlich-weiß aus, während das Zentrum grau-weiß verändert ist

Die Hautveränderungen können allerdings - je nach Art des Pilzes auch andere Formen annehmen.

Selbstmaßnahmen

Betupfen Sie die befallenen Hautpartien mittels eines Wattestäbchens täglich über 2 Wochen mit Jodglycerin 1.5 oder mit Teebaumöl.

 

WICHTIG: Sollten gleichzeitig Symptome einer Atemwegserkrankung auftauchen, ist höchste Alarmstufe gegeben Pilze können auch die Atemorgane befallen, und das ist lebensbedrohlich.

Ekzeme

Krankheitsbild

Die Haut ist häufig etwas verdickt, befallene Stellen sind nicht klar umgrenzt Die Oberfläche der Hautbezirke nässt oft und ist himbeerrot gefärbt Auflagerungen oder Krusten können entstehen Örtlich ist Federausfall zu beobachten Der Vogel knabbert oder kratzt an den Juckenden Stellen Manchmal tritt gleichzeitig leichter Durchfall auf.

Selbstmaßnahmen

Geben Sie einen Vitamin-A-Zusatz ins Trinkwasser Eine örtliche Behandlung der erkrankten Haut ist nicht ratsam, da dadurch diese Stellen nur zusätzlich gereizt würden.

 

WICHTIG: Verwenden Sie niemals Hautsalben oder Lotionen, die Sie selbst für Ekzeme oder ähnliches verschrieben bekommen haben Viele enthalten Zusatzstoffe, die hochgiftig für Vögel sind.

Federwachstumsstörung

Krankheitsbild und Ursachen

Die meisten dieser Parasiten lassen sich schon mit dem bloßen Auge erkennen, wenn Sie die Federn und die Haut - vor allem auch unter den Flügeln inspizieren. Fast immer sieht das Federkleid zerrupft oder ungepflegt aus, die Vögel sind unruhig, putzen sich übermäßig und reißen sich auch Federn aus

Neben der Roten Vogelmilbe kommen noch weitere Arten von Hautmilben vor allem bei vielen Singvögeln vor. Das Federkleid ist zerrupft, die Haut entzündet, die Vögel sind auch tagsüber unruhig Manche Milben, wie die Nordische Vogelmilbe, verursachen Blutarmut Einige Milben verbergen sich unter kleinen weißen Gespinsten.

Federmilben parasitisieren an den Federschäften der Schwung- und Steuerfedern Die Weibchen legen die Eier an den Schäften ab Die daraus schlüpfenden Nymphen fressen dort.

Federspulmilben oder Federbalgmilben nisten sich in der Federspule der Flügel- und Schwanzfedern ein, was Entzündungen hervorruft Die Federn fallen aus, brechen ab oder bleiben unterentwickelt Der Federkiel ist mit einer puderigen Masse gefüllt

Manchmal zeigen sich auch tumor- oder zystenartige Gebilde in der Haut, in denen nach Eröffnen die Milben und zerstörte Federteile zu finden sind D Federlinge sind die häufigsten Parasiten an der Feder Sie ernähren sich im allgemeinen von Hautschuppen und vom Keratin der Federn, einige Arten nehmen auch Blut auf. Bei starkem Befall sind die Federn zerrupft und abgenagt.

Wahrscheinlich durch Reizung der sensiblen Fadenfedern rufen Federlinge starken Juckreiz hervor. Die Vögel sind sehr unruhig. Bei genauerem Hinsehen findet man an den Federn die braunen, 1 bis 3 mm langen Federlinge und die aschgrauen Ei-Gelege

Lausfliegen und Läuse können meist vom Vogel selbst durch seine ausgiebige Federpflege in Schach gehalten werden. Sie irritieren die Vögel aber stark und können andere Krankheiten übertragen Bereits geschwächten Tieren können vor allem die Blutsaugenden Lausfliegen gefährlich werden

Zecken gelangen zwar selten auf in Gefangenschaft gehaltene Vögel, können aber durch Gift, das sie beim Biss ausschütten, bei kleineren Arten tödliche Blutergüsse hervorrufen.

Die Ziervögel können sich die Parasiten aufschnappen durch Kontakt mit Wildvögeln oder Aufenthalt im Freien. Neuerwerbungen können bereits befallen sein

Selbstmaßnahmen

Falls Sie mehrere Vögel halten und nicht alle die gleichen Symptome zeigen, sollten Sie sofort befallene Vögel von den anderen trennen lnspizieren Sie die Vögel genau Größere Parasiten können Sie absammeln, Zecken vorsichtig herausdrehen. Sprühen Sie über 3 Wochen täglich Federkleid und Haut des Vogels vollständig mit Exner Petguard ein Reinigen Sie auch gründlich die Voliere bzw. den Käfig einschließlich aller Einrichtungsgegenstände und wechseln Sie Einstreu und Nistmaterial. Anschließend sollten Sie auch die Voliere gründlich einsprühen.

Geben Sie den Vögeln zum Aufbau über 14 Tage 1 ml Plastisan auf 50 ml Trinkwasser

 

WICHTIG: Größere Parasiten wie Zecken sollten manuell entfernt werden, denn bei ihnen wirkt Exner Petguard nicht mehr ausreichend

Federrupfer

Krankheitsbild

Die normale Gefiederpflege entwickelt sich nach und nach zu einem übertriebenen und aggressiven Zerbeir3en und Ausrupfen der Federn Anfangs zieht sich der Vogel erst spielerisch nur ein paar Federn aus Aber dann wird das regelrecht zu einer Sucht, der das gesamte Gefieder zum Opfer fällt. Meist beginnt der Vogel damit, die Federn auf der Brust zu rupfen; dann dauert es nicht lange und er sitzt vollkommen kahl gerupft auf der Stange. Lediglich der Kopf bleibt mit Federn bedeckt, da er sie nicht erreichen kann Der nackte Vogel mit dem befiederten Kopf ist ein typisches Zeichen für den Federrupfer Im Gegensatz dazu verlieren die Vögel bei einer Erkrankung wie dem Federverlustsyndrom auch das Kopfgefieder. Manchmal werden auch die Nägel oder sogar die Zehen und andere Weichteile ausgiebig von den Vögeln benagt.

Denn Federrupfen sind häufig - wahrscheinlich unbemerkt - schon frühe Stadien der Neurose vorangegangen, wie gesteigertes Bearbeiten von Spielzeug, ständiges zwanghaftes Springen von Stange zu Stange, unentwegtes Hin- und Herwiegen des Kopfes, Nervosität oder übertriebene Schreckhaftigkeit.

Selbstmaßnahmen

Sind sie sicher, dass das Federrupfen psychische Gründe hat, müssen Sie als erstes die Haltungsbedingungen Ihres Vogels überdenken und ändern. Gewähren Sie Ihrem Vogel einen geräumigeren Käfig mit Naturholzstangen und Klettermöglichkeiten und einer Versteckmöglichkeit Stellen Sie den Käfig dort auf, wo mehr los ist und der Vogel nicht allein ist. Der tägliche Lichteinfall sollte 8 bis 12 Stunden nicht übersteigen Wenn dies der Fall ist, sollten Sie den Käfig mit einer dichten Decke abdecken.

Geben Sie Ihrem Vogel Gelegenheit zum täglichen Freiflug und zum Baden.

Und vor allem. Versuchen Sie, ihm einen Partner zu besorgen, den er akzeptiert Dabei können bei Papageien durchaus auch verschiedene Papageienarten Sympathien zueinander entwickeln, z.B. Amazone und Wellensittich.

Legen Sie bei der Ernährung größeren Wert auf ausgewogene Protein-, Mineralstoff- und Vitaminversorgung.

Gelenkentzündung

Krankheitsbild

Der Vogel schont die betroffenen Gliedmaßen, indem er nicht mehr fliegt oder das Bein hochzieht bzw. nur ganz vorsichtig aufsetzt Mit aufgeplustertem Gefieder und meist auf dem Boden sitzend, zeigt der Vogel deutlich, dass es ihm nicht gut geht Das Abtasten der betroffenen Gelenke (Beine, Zehen, Flügel) ist sehr schmerzhaft für das Tier Die Selbstmaßnahmen Gelenke sind verdickt, gerötet und fühlen sich auch wärmer als normal an. Der Vogel kann oft auch mit den Zehen keine Sitzstangen mehr umgreifen. Papageien halten sich mit dem Schnabel am Gitter fest, um nicht von der Stange zu fallen. Einige Vögel bepicken entzündete Gelenke.

Selbstmaßnahmen

  • Ist das Gelenk eines Flügels betroffen, so wird auch mit den Zehen keine Sitzstangen mehr um- der Flügel ruhig gestellt, nachdem das greifen Papageien halten sich mit dem Schnabel Gelenk zuvor dick mit Traumeei-Salbe bestrichen am Gitter fest, um nicht von der Stange zu fallen wurde Lassen Sie den Verband 1 Woche am Vogel Einige Vögel bepicken entzündete Gelenke An den Beinen sollten Sie auf eine Schienung verzichten Reiben Sie das Gelenk täglich über eine Woche mit Traumeel- und Zeel-Salbe ein.
  • Zusätzlich zu der unbedingt notwendigen tierärztlichen Behandlung können die Gelenke mit Traumeel- und Zeel-Salbe bestrichen werden.
  • Behandlung wie bei der Gicht
  • Achten Sie darauf, dass das Krankenlager ruhig, warm und trocken ist Die aufgetriebenen Gelenke können Sie täglich mit Traumeel- und Zeel-Salbe einreiben

 

WICHTIG: Bei Rachitis ist von besonderer Bedeutung, die Erkrankung früh zu erkennen, weil sonst bei schweren Veränderungen am gesamten Knochensystem nur noch das Einschläfern des Vogels bleibt.

Gicht

Krankheitsbild

Bei der Gicht unterscheidet man zwei Formen.

Die Eingeweidegicht äußert sich durch Ablagerungen von Uraten im Nierengewebe, Harnleiter, Herzbeutel, Darmtrakt, in den Luftsäcken oder in anderen Organen. Sie ist äußerlich kaum zu erkennen.
Die Gelenkgicht ist sicher zu diagnostizieren Die Harnsäurekristalle lagern sich unter der Haut in Gelenknähe ab Man findet rundliche, gelbe Knoten an den Gelenken der Zehen und Beine und gelbliche, bröckelige Massen in den Gelenken Die Flügel sind meist nicht betroffen.
Die Gliedmaßen sind oft geschwollen, heiß und schmerzhaft Im Endstadium können sich die Vögel nicht mehr auf der Stange halten und sitzen oder liegen auf dem Boden.

Selbstmaßnahmen

Halten Sie Ihren Patienten warm und trocken. Stellen Sie ihm viel Grünzeug und Obst zur Verfügung. Der Vogel sollte außerdem zusätzlich Vitamin A und B12 mit dem Trinkwasser oder Futter erhalten Achten Sie darauf, dass er viel trinkt

Entzündung der Schnabelhöhle

Krankheitsbild

Der Vogel nimmt freiwillig keine Nahrung auf Er kann dadurch schnell verhungern.

Neben Rötungen und Entzündungen findet man manchmal auch weißliche oder Gelbliche Beläge im Rachenraum. Auch die Zunge kann verletzt sein.

Selbstmaßnahmen

Füttern Sie den Vogel in den nächsten Tagen nur mit Weichfutter oder flüssiger Nahrung Hilfreich kann auch sein, dem Trinkwasser Traubenzucker beizumengen Wenn der Vogel trotzdem nichts aufnehmen will, müssen Sie ihn zwangsernähren, da er sonst verhungern würde. Geben Sie ihm dazu die weiche bis flüssige Nahrung mit Hilfe einer Pipette oder Spritze tropfenweise ein.

Eine zusätzliche Vitamin-A-Gabe empfiehlt sich, auch wenn keine Beläge zu sehen sind.

Kropfentzündung, Kropfverstopfung

Krankheitsbild

Das Allgemeinbefinden ist meist gestört. Das Tier sitzt aufgeplustert in einer Ecke, frisst wenig oder überhaupt nichts Auffällig ist das Würgen und Erbrechen zehschleimiger Massen. Typisch für die Erkrankung ist, dass der Vogel dabei eine Art Schleuderbewegung mit dem Kopf ausführt, so dass das Gefieder am Kopf mit dem Schleim völlig beschmiert und verklebt wird Bei vielen Tieren tritt gleichzeitig Durchfall und Atemnot mit Fiepsenden Atemgeräuschen auf.

Der Kropf fühlt sich beim Abtasten durch die starke Verdickung der Kropfschleimhaut vergrößert an, obwohl er wenig oder gar kein Futter enthält Manchmal kann man Schleimmassen ertasten Die Konsistenz ist teigig.

Der kranke Vogel magert sehr schnell ab

Die Kropfentzündung kann sich leicht wiederholen!

 

WICHTIG: Das Auswürgen von weißlichem, körnerhaltigem Schleim muss nicht immer ein Zeichen einer Kropfentzündung sein, sondern kann besonders bei allein gehaltenen männlichen Wellensittichen durch einen Übertriebenen und fehlgeleiteten Fütterungstrieb bedingt sein.

Selbstmaßnahmen

Sofern verdorbenes Futter, unverträgliche oder giftige Stoffe als Ursache in Betracht kommen, müssen diese natürlich sofort entfernt werden. Bieten Sie als Futter ein Weichfutter an, dem weitere Vitamine zugesetzt sind.

Wenn der Vogel absolut nichts selbständig fressen will, müssen Sie ihn mit einem Stärkungsmittel zwangsernähren. Zur Appetitanregung kann ein Enzianwurzelaufguss ins Trinkwasser gegeben werden. Hilfreich ist auch Kamille als Trinkwasserzusatz zur Linderung der Entzündung. Bei einer Kropfverstopfung sollten Sie dem Vogel das Futter für 24 Stunden entziehen. Außerdem können Sie versuchen, mittels ganz vorsichtiger Massage den Kropfinhalt zu entleeren Aber die Prozedur ist gefährlich, denn das verängstigte Tier kann leicht einem Schock erliegen.

Magen-Darmentzündungen - Endoparasiten

Krankheitsbild

Das Allgemeinbefinden ist gestört, der Vogel sitzt teilnahmslos und mit gesträubtem Gefieder auf der Stange oder sogar schon matt auf dem Boden Er nimmt nur noch wenig oder überhaupt keine Nahrung zu sich Der Bauch ist häufig aufgetrieben, und der Zwölffingerdarm, das Duodenum, scheint oft deutlich durch die Bauchwand.

Die Kloake kann verschmutzt und entzündet sein.

Der Kot ist dünnflüssig, schmierig und mit dem Harnanteil vermischt; Farbe und Geruch sind verändert Er kann braun, grün oder gelblich verfärbt sein, mit oder ohne Blutbeimengung.

 

WICHTIG: Wenn der Harnanteil dünn, schleimig oder wässrig-flüssig ist, aber der Kot selbst noch seine übliche Form hat, dann handelt es sich nicht um Durchfall, sondern um Polyurie!

Selbstmaßnahmen

WICHTIG: Bei Durchfall muss schnell gehandelt werden, da der Vogel bereits nach kurzer Zeit ausgetrocknet sein kann. Wenn Ihr Vogel trinkt, sollten Sie ihm Kamillen- oder Eichenrindentee anbieten, da er dem Durchfall entgegenwirkt Außerdem sollten Sie ein Multivitaminpräparat und Mineralstofflösungen geben

Kontrollieren Sie das Futter auf Haltbarkeit, Schädlingsbefall und Artverträglichkeit. Wechseln Sie es gegebenenfalls aus.

Erkrankungen der weiblichen Geschlechtsorgane - Eileiterentzündung

Krankheitsbild

Das Weibchen legt Eier, die missgebildet oder zu groß sind, eine zu weiche Schale haben oder Schichteier.
WICHTIG: Bei solchen Eiern kann es zur gefährlichen Legenot kommen. Hier muss sofort geholfen werden!
Der Vogel legt keine Eier und will nicht brüten.
Der Leib schwillt erheblich an, der Vogel hat Atemnot, Durchfall, er erbricht und die Kotballen sind vergrößert; eventuell steht er unsicher auf den Beinen Bei manchen ist die Nasenwachshaut verfärbt Das Allgemeinbefinden kann erheblich gestört sein.
Einige erkrankte Tiere pressen ständig, obwohl kein Ei im Eileiter ist
In schweren Fällen kann es auch zum plötzlichen Tod kommen, auf den ersten Blick scheinbar unerklärlich.

Selbstmaßnahmen

Überprüfen Sie Ernährung und Haltungsbedingungen auf ausreichende Versorgung mit Vitaminen und Mineralien, artgerechtes Futter, genügend Wärme und Hygiene.
Bringen Sie den Vogel in eine andere Umgebung, damit er aufhört, Eier zu bilden. Reduzieren Sie dabei das Licht.

WICHTIG: Durch mangelnde Hygiene können sich InfMitlektionskrankheiten ausbreiten, die die Genitalorgane in eidenschaft ziehen
Achten Sie auf Gesundheit, vitaminreiches Futter und artgerechte und warme Haltung Zusätzlich sollten Sie für die richtige Beleuchtung sorgen Bei ungenügendem Licht, wie im Winter, setzt die Eireifung nicht ein.
Überprüfen Sie, ob die angebotenen Nistgelegenheiten artgerecht sind.
Einen Vogel mit geschwollenem Leib sollten Sie immer zwecks Feststellung der Ursache sofort dem Tierarzt vorstellen.